Wie digitalisiert eine Bäckerei ihre Produktionsfläche, ohne die Dynamik zu verlieren? Faber Bakkerijen entschied sich für DPS MES Software von Onprove und legt damit die Grundlage für Echtzeit-Transparenz, weniger Verschwendung und zukunftssichere Lebensmittelproduktion.
Die Herausforderung: eine Bäckerei in Bewegung
Faber Bakkerijen ist ein dynamisches Unternehmen, in dem Qualität, Schnelligkeit und handwerkliches Können zusammenkommen. Doch hinter dieser Qualität verbarg sich eine Herausforderung, die viele Lebensmittelhersteller kennen: Die Verwaltung und Erfassung von Produktionsdaten hinkte der Realität hinterher.
Mitarbeiter arbeiteten mit Papierformularen, losen Zetteln und Excel-Tabellen, die nachträglich ins ERP-System eingepflegt wurden. Das ERP-System, Navision, unterstützte die Organisation im Büro, passte jedoch nicht ausreichend zur Dynamik der Produktionsfläche. Das System war generisch aufgebaut und entsprach nicht immer der Arbeitsweise einer Bäckerei.
Die Folgen waren spürbar:
• Erfassungen kamen zu spät, manchmal gar nicht
• Produktionsdaten waren bei Abweichungen oder Reklamationen schwer nachzuvollziehen
• Mitarbeiter verloren Zeit durch Verwaltungsaufgaben statt zu produzieren
• Einblicke in Linienleistungen waren begrenzt und immer nachträglich
• Wissen steckte bei Personen, nicht im System, was bei Fluktuation oder Wachstum ein Risiko darstellte
Faber stand vor einer vollständigen Digitalisierung. Die Richtung war klar, der Weg noch nicht.
Warum Onprove und keine Standardlösung?
Faber hatte ein ERP-System. Was fehlte, war die Verbindung zwischen diesem System und dem, was tatsächlich auf der Produktionsfläche passierte. Die Produktionsfläche war eine Blackbox: Faber wollte datenbasiert steuern, aber diese Daten waren schlicht nicht verfügbar. Viele Unternehmen versuchen diese Lücke mit zusätzlichem Customizing im bestehenden ERP oder mit generischen IT-Lösungen zu schließen. Faber entschied sich für DPS von Onprove, ein System, das speziell für die Produktionsfläche entwickelt wurde.
Der Grund: Standardlösungen liefern eine Kopie dessen, was man bereits hatte. Sie folgen ausgetretenen Pfaden und bieten keinen Blick auf das, was wirklich möglich ist. Onprove brachte diesen Blick mit. Sie kennen das DPS-Paket vollständig, erkennen Möglichkeiten, die ein Kunde selbst nicht sieht, und setzen diese auch um.
Was Faber ebenfalls überzeugte: Onprove denkt über Software hinaus. Sie stehen dem Unternehmen nah, verstehen Prozesse und machen auch auf Dinge aufmerksam, die nichts mit DPS zu tun haben. Kurze Kommunikationswege, Branchenkenntnisse und die Bereitschaft, über den eigenen Auftrag hinauszuschauen.
Die Umsetzung: DPS als Brücke zwischen Produktion und Büro
Onprove implementierte DPS als Verbindungsschicht zwischen der Produktionslinie, zuvor eine Blackbox, und dem ERP-System. Wo Produktionsdaten früher unsichtbar blieben, werden sie jetzt direkt und strukturiert erfasst, in dem Moment, in dem sie entstehen.
Die Vorgehensweise war projektbasiert und strukturiert. Onprove hielt Faber konsequent auf die ursprünglichen Ziele fokussiert und sorgte für Klarheit in einer Organisation, die von Natur aus dynamisch und aufgabenorientiert arbeitet. Sie hielten Faber accountable, und genau das war das Richtige.
Konkret umfasste die Implementierung:
• Digitale Erfassung an der Produktionslinie, direkt mit dem ERP verbunden
• Anbindung an AFAS für einen nahtlosen Informationsfluss
• Ablösung von Papierformularen und Excel-Registrierungen
• Standardisierung von Arbeitsabläufen, sodass Wissen im System gesichert ist
• Begleitung der Mitarbeiter beim Übergang von analog zu digital
Das Ergebnis: Ruhe, Fokus und eine Basis zum Aufbauen
Die Wirkung von DPS wurde zuerst in etwas sichtbar, das schwer zu messen ist, das aber jeder auf der Produktionsfläche spürte: Ruhe. Da die Rahmenbedingungen geregelt sind, können Mitarbeiter ihre Aufmerksamkeit auf das richten, was wirklich zählt: Qualität, Effizienz und kontinuierliche Verbesserung.
Vor DPS
- Papierformulare & Excel
- Nachträgliche Dateneingabe ins ERP
- Wissen bei Personen, nicht gesichert
- Begrenzte Einblicke in Linienleistungen
- Generische Software, die nicht passt
Mit DPS
- Direkte digitale Erfassung an der Linie
- Echtzeit-Anbindung an ERP (AFAS)
- Prozesse im System verankert
- Aktueller Überblick, sofort verfügbar
- Ein System, das sich an Faber anpasst
Daten sind bei Faber keine Registrierungspflicht mehr, sie sind ein Verbesserungsinstrument. Obwohl die Digitalisierung noch voll im Gange ist, werden Daten bereits aktiv genutzt. Die Grundlage ist gelegt, um faktenbasiert zu steuern, nicht nach Gefühl.
Der strategische Wert: für morgen bauen
In einem Markt mit steigenden Rohstoffpreisen, wachsenden Kundenanforderungen und Fachkräftemangel ist Zukunftssicherheit kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Faber erkennt das klar.
Durch die Standardisierung und Dokumentation von Prozessen in DPS sinkt die Abhängigkeit von individuellem Wissen. Neue Mitarbeiter werden schneller produktiv. Abweichungen werden früher sichtbar. Und wenn weniger Personal verfügbar ist, funktioniert der Prozess trotzdem, weil das System das Wissen trägt.
Digitalisierung bringt auch direkte wirtschaftliche Vorteile: weniger Ausschuss, weniger Überproduktion, weniger Rohstoffverschwendung. Nicht als Nebeneffekt, sondern als direkte Folge von besserem Einblick und besserer Steuerung des Produktionsprozesses.
Faber baut so an einem Fundament für Wachstum und hat in Onprove einen Partner, der nicht nur Software liefert, sondern den Weg dorthin mitdenkt.
„Die Mitarbeiter von Onprove verstehen genau, wo sie im Prozess stehen und wo die Probleme liegen. Sie stehen dem Unternehmen nah, schauen über ihr eigenes Fachgebiet hinaus und machen Sie darauf aufmerksam, wenn sie etwas sehen, auch wenn es nichts mit DPS zu tun hat. Es ist nicht nur Software. Es ist alles.“
— Sascia Kuiper, Faber Bakkerijen (Hoogeveen)